Den Vorrat aktuell halten, ohne Buchhaltung
Warum „lange nicht nachgesehen“ wichtiger ist als exakte Mengen.
Schritt 5 von 7 im Pfad Essen und Einkauf in den Griff bekommen
Der Vorrat muss nicht stimmen wie eine Inventur. Er muss nur ungefähr stimmen, damit die Einkaufsliste nicht Dinge vorschlägt, die im Schrank stehen.
Deshalb zeigt die Vorratsansicht „lange nicht nachgesehen“ statt eines Ablaufdatums, das niemand pflegt. Ein Häkchen sagt: „Ich habe eben nachgesehen, das stimmt so.“ Das ist der ganze Aufwand.
Dinge, die immer da sein müssen, kannst du als Grundstock markieren — sie tauchen wieder auf der Einkaufsliste auf, wenn sie zur Neige gehen.
Nichts ist dadurch blockiert. Ein Artikel zählt sofort als vorhanden, auch wenn ihn seit Wochen niemand bestätigt hat. Die Angabe steuert nur vier Dinge: den Filter in der Vorratsansicht, das Merkmal an der Zeile, den Hinweis „da hat lange keiner nachgesehen“, und ob die Vorhersage „wird knapp“ überhaupt losläuft.
Zwei Angaben pro Artikel, und sie meinen Verschiedenes. Die Kategorie sagt, *was* das Ding ist (Milchprodukte, Trockenwaren, Drogerie …) — dieselbe Einteilung wie auf der Einkaufsliste und beim Beleg. Der Lagerort sagt, *wo* es liegt (Vorrat, Kühlschrank, Tiefkühl, Gewürze, Sonstiges). Beides ist optional, beides kannst du filtern, und beim Beleg-Scan werden beide vorgeschlagen — und sind dort auch beide korrigierbar, bevor der Einkauf in den Vorrat geht. Wer neu einsortiert, muss nichts wissen: der Lagerort folgt der Kategorie, solange du ihn nicht selbst setzt. Auf dem Handy stehen die beiden Filter als Knopf über der Liste; ein Tipp öffnet die Auswahl.
Mengen werden nie über Einheitengrenzen verrechnet. 500 g Bestand plus eine Bonzeile „4 Stück" ergeben nicht „504" — was nicht zusammenpasst, steht als Notiz am Artikel, statt eine Zahl zu erfinden. 500 g plus 0,25 kg ergeben dagegen 750 g.
Nachkaufen heißt meistens: es war alle. Wer alle vier Tage Milch kauft, stellt den neuen Liter nicht neben den alten — der alte ist weg. Genau das nimmt die App jetzt an: sie merkt sich, an welchen Tagen ein Artikel gekauft wurde, und leitet daraus seinen üblichen Abstand ab („alle 4 Tage“, „alle 6 Wochen“). Kommt der Nachkauf ungefähr im gewohnten Abstand, ersetzt er den Bestand, statt ihn hochzuzählen; kommt er deutlich früher, wird aufgestockt. Beim Beleg-Scan steht der Vorschlag mit Begründung an der Zeile und ist mit einem Tipp umstellbar. Die alte Menge landet in der Notiz am Artikel, nichts verschwindet unerklärt.
Dafür musst du nichts eintragen. Drei Einkäufe reichen, damit ein Muster sichtbar wird; steht keins fest, bleibt alles wie bisher. Der Abstand steht als 🔁 an der Vorratszeile, und wenn ein Artikel überfällig ist, sagt sie das. Unregelmäßiges (Erdbeeren im Juni) lernt die App nicht — und behauptet dann auch nichts.
Doppeltes lässt sich zusammenlegen. Vier Wege füllen den Vorrat — Beleg-Scan, abgehakte Einkaufsliste, Kühlschrank-Foto und die Hand. Wenn dabei „Apfelessig" zweimal entsteht oder „Mandeln ganz" neben „Ganze Mandeln" steht, findet Vorrat aufräumen diese Gruppen und legt sie auf einen Klick zusammen. Vorgeschlagen wird viel, entschieden wird von dir: ob „Wassermelone bio" und „Wassermelone kernarm" dasselbe sind, weißt nur du. Dieselbe Ansicht zeigt Artikel ohne Kategorie, Mengen, die nach einem Rechenfehler aussehen, und Namen, die eher eine Zutatenzeile sind („Koriander oder Petersilie").
Die App zeigt dir ausserdem, was du gerade kochen könntest — Rezepte, deren Zutaten überwiegend da sind.
Gewürze musst du dafür nicht pflegen. Salz, Pfeffer, Öl, Mehl, Essig und die übliche Grundausstattung gelten beim Kochvorschlag als vorhanden, ohne im Vorrat zu stehen — sonst würde jedes Rezept „vier Zutaten fehlen“ melden, obwohl real nichts fehlt. Was dazugehört, steht unter „Grundzutaten“ neben den Vorschlägen: einzeln abwählbar (wenn Butter bei euch eben doch nicht immer da ist) und um eigene ergänzbar („Eier haben wir immer“).
Dazu darf ein Vorrats-Artikel eine Zutat vertreten: steht Öl im Schrank, scheitert ein Rezept nicht an Butter. Der Tausch wird am Vorschlag angezeigt („Butter → Olivenöl“) — entscheiden tust du.
Hat das nicht geholfen? Schreib uns an [email protected] — oder öffne in der App „Hilfe & Support“, dann gehen die technischen Angaben gleich mit.