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Der Rückblick: nachtragen, was keine Spur hinterlässt

Warum es ihn gibt und warum jede Person nur für sich antwortet.

Schritt 6 von 6 im Pfad Arbeit sichtbar machen und verteilen

Das war der letzte Schritt dieses Pfads.

Der Lastspiegel hat ein eingebautes Problem: Er misst fast nur, was ohnehin eine Spur hinterlässt. Abgehaktes, Gekochtes, Eingekauftes. Genau die Arbeit, um die es beim Thema Mental Load geht, hinterlässt keine — daran denken, dass etwas ansteht, im Kopf behalten, dass etwas fehlt, vorher wissen, was gebraucht wird.

Der Rückblick fragt das nach. Du gehst einen festen Katalog von Positionen durch — dieselben Vorlagen, die auch Care benutzt, angereichert um zwei Angaben: ob es Tun oder Kopf ist, und wie schwer es wiegt. „Müll rausbringen“ und „Nachtschichten bei Krankheit“ gleich zu zählen wäre falsch.

Zwei Regeln halten das davon ab, ein Fragebogen zu werden:

  1. Jede Person antwortet für sich. Über Tatsachen darf man reden — wer am Dienstag gekocht hat, weiss jeder. Über Kopfarbeit weiss nur die Person selbst Bescheid. Sobald einer für den anderen antwortet, wird aus einem Rückblick eine Fremdbewertung. Zwei Menschen führen zwei Läufe.
  2. Nichts wird abgeleitet. Was drinsteht, hat jemand angetippt. Kein Modell, kein Raten.

Was du berichtest, zählt im Lastspiegel gleichwertig mit, bleibt aber als Bericht erkennbar. Erledigtes und Mitgedachtes landen in getrennten Töpfen — sonst verschwindet das eine unter dem anderen.

Der Einstieg ist eine Zeile auf „Heute“. Der Rückblick ist ein Angebot, keine Pflicht; er ist auch Schritt 2 der Sonntagsrunde.

Hat das nicht geholfen? Schreib uns an [email protected] — oder öffne in der App „Hilfe & Support“, dann gehen die technischen Angaben gleich mit.

Auch in „Lastspiegel und Mental Load“